Im Rahmen einer organisatorischen Umstrukturierung des gesamten Sanitäts- sowie Notfallmedizinwesens der Ortsgruppe München-West am Langwieder See und Lußsee wurden durch das Münchner Rote Kreuz sowie durch lokale Spendenpartner 5 neue Notfallrucksäcke beschafft.

Der Schwerpunkt der zuvor genannten Umstrukturierung lag im Bereich der Übersichtlichkeit. Die zuvor jahrelang verwendeten Notfallrucksäcke vereinten den Behandlungsbereich „Kreislauf“ und „Atmung“ in einem kombinierten Rucksack. Dies führte bei der Behandlung von vital bedrohten Patienten (Lebensgefahr), mit hohem Materialbedarf, zu einer gewissen Unübersichtlichkeit sowie zu einem erhöhten Stress, da 2 oder 3 Rettungskräfte aus einem Rucksack gleichzeitig arbeiten mussten.

Durch die ständig voranschreitende Entwicklung im Feld der Notfallmedizin, geht der Trend hinsichtlich Materialmanagement sowie Übersichtlichkeit immer mehr Richtung Modulsystemen. Der Vorteil dieses Systems ist die erhebliche Verbesserung der Übersichtlichkeit von verschiedener Behandlungs- sowie Aufgabenbereiche. Der zuvor vereinte Rucksack wurde durch die Umstrukturierung auf 2 Rucksäcke aufgeteilt. Diese sind jetzt: Roter Rucksack (Kreislauf) + Blauer Rucksack (Atmung)

Diese neuen Rucksäcke sind farblich sowie durch eine jeweilige Beschriftung auch bei schwierigen Situationen klar erkennbar.

Der Inhalt der Rucksäcke wurde mittels beschrifteten Modultaschen nach Behandlungs- und Aufgabenbereichen aufgeteilt.

 

Neben den beiden 2-Rucksacksystemen für das Motorrettungsboot sowie das Einsatzfahrzeug, welches auch als First-Responder Einheit in Langwied und Lochhausen fungiert, wurde eine gelber Rucksack mit abgespecktem Inhalt beschafft. Bei genauerer Betrachtung des Inhaltes lassen sich hier ebenfalls die beiden Farben ROT (Kreislauf) und BLAU (Atmung) wiederfinden. Dieser Rucksack ist für die Fahrradstreife im Seengebiet sowie als Versorgungseinheit für kleinere medizinische Indikationen vorgesehen.

 

Wenige Tage nach der Einweisung aller ehrenamtlichen Kräfte an der Wasserrettungsstation in das neue System, kamen die neu beschafften Rucksäcke im Rahmen des Wachdienstes im Seengebiet sowie von mehreren First-Responder Einsätzen zum Einsatz. Vor allem bei unübersichtlichen Einsatzstellen, einem Verkehrsunfall an einer Hauptstraße, profitierten die Einsatzkräfte bereits in den ersten 2 Monaten erheblich vom neuen System. Auch die Betroffenen einer gewaltsamen Auseinandersetzung wurden durch die Ehrenamtlichen und deren neuem mitgeführtem Equipment erfolgreich medizinisch versorgt. Ebenfalls eilten die Helfer von der Wasserwacht München-West nach Alarmierung durch die Leistelle München zum Lußsee. Dort leiteten sie nach einem Ertrinkungsunfall eines Mädchens notfallmedizinische Maßnahmen ein.

 

Um jetzt und auch in Zukunft von BLAU und ROT sprechen zu können, dankt die Wasserwacht ihren lokalen Spendenpartner: Friseur Westside hair, Metzgerei Zimmermann, Fahrschule Wanke, Bezirksausschuss Lochhausen-Langwied-Aubing, Bezirksausschuss Allach-Untermenzing

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